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Der erste Schritt…

…ist bekanntlich der schwerste. Ich bin nie eine Sportskanone gewesen. In der Schule schon gar nicht und neulich schickte mir mein Mann ein Meme, dass den Nagel auf den Kopf traf, weil es meine schulische Sportkarriere einfach mal perfekt zusammenfasst:

Mein neuer Rekord über 100 m – 64m!

Mein Problem mit dem Schulsport war einfach – die vorgegebenen Ziele waren für mich nicht erreichbar (zumindest innerhalb der zur Verfügung stehenden Zeit, mit nun ja, quasi keiner Anleitung, wie man Ziele erreicht, denn seien wir mal ehrlich, Sportlehrer schließen die Halle auf und verkünden, was man den Tag macht, mehr nicht). Da im nächsten Schuljahr die Ziele eben noch höher waren, ich aber schon die Vorjahresziele nicht erreicht hatte – verlor ich leider das Interesse und den Anschluss. Das blöde an Sport ist eben auch, dass man schlecht Nachhilfe wie in Mathe nehmen kann.

Schulsport adé… Fitness Studio die 1.

Nach der Schule merkte ich aber schnell, dass der Schulsport doch so seinen Sinn hatte. Also schnell in einem Fitness Studio angemeldet. Mein Coach war ambitioniert und hatte (aus heutiger Sicht) schon die richtigen Ziele – nur irgendwie waren es nicht meine Ziele bzw. sie hat es nicht geschafft, mich mitzunehmen. Und somit war ich 3 Wochen Feuer und Flamme dabei – um dann nach einer Erkältung den A… nicht mehr hochzukriegen. Typische Fitnessstudio Karriere also – na ja, nicht ganz, Qi Gong, Yoga und Sauna sahen mich noch bis zum Ende des Vertrages.

Danach machte ich mich allein ans Lauftraining – was soll ich sagen, was ich da entdeckte, war, dass ich sehr diszipliniert bin – 5 mal die Woche um 5 bei Wind und Wetter aufgestanden und raus um eine 3/4 Stunde so laufen. Aber über das „Joggen“ kam ich ja nie hinaus, weil ich keinerlei Plan hatte von Trainingsplanung. Ich machte zwar schnell den Fortschritt, dass ich eine 3/4 Stunde am Stück laufen konnte, aber auf der Stufe blieb ich dann eben.

Neues Studio – neues Glück?

Nach einiger Zeit (und mehr Geld nach meiner abgeschlossenen 1. Ausbildung) fing ich dann wieder in einem Studio an zu trainieren. Dort entdeckte ich Body Pump/ Hot Iron für mich (ich weiß, hier gibt es streng genommen Unterschiede, die für mich aber nicht so ausschlaggebend waren – ich habe beides mitgemacht, da das Studion zwischenzeitlich den Inhaber wechselte und das Konzept umgestellt wurde). In dem Studio gab es auch ein Zirkeltraining mit Ampelsystem – Gerätetraining allgemein rückte aber zu Gunsten von Body Pump in den Hintergrund, denn durch die festen Kurszeiten fiel mir das regelmäßige Training leichter. Als ich mein 2. Studium begann wurde ich sogar Promoter für das Studio – und konnte mir somit weiterhin den Beitrag erarbeiten. Allerdings kam dann die Trennung/ Scheidung von meinem ersten Ehemann und ich schied vorab aus dem Vertrag aus.

Relativ schnell war ich ja wieder in festen Händen und brauchte erstmal kein Training – die Herzfrequenz war eh erst einmal ein 3/4 Jahr auf Dauerhoch 😉 Und dann kündigte sich auch schon Sohnemann Nr. 1 an. So dankbar ich für diesen „Zufall“ bin – die Spuren der Schwangerschaft sieht man heute noch mehr als die von Nr.2 und Nr.3. Denn ich war irgendwie auf mich alleine gestellt und machte so nichts außer einem Geburtsvorbereitungskurs – denn mehr zahlte die Krankenkasse nicht und ich hatte als Studentin leider auch nicht viel Geld. Wenigstens bin ich regelmäßig mit dem Hund spazieren gegangen. Als mein Sohn auf der Welt war nahm ich die übrig gebliebenen Kilos in viel zu kurzer Zeit ab – ich habe sogar meine Kalorien „getrackt“ und konnte gar nicht soviel essen, wie ich hätte essen sollen – Ende vom Lied waren ein Nährstoffmangel nach 6 Monaten (den ich dann erst durch die dauerhafte Umstellung auf vegane Ernährung entgültig los wurde!) und ein „Rettungsring“ unter dem Bauchnabel. Ich fühlte mich schrecklich allein gelassen in meinem Körper.

Nach der ersten Schwangerschaft – Abnehmen war nicht so das Problem

Als mein Sohn ca. 3 Jahre war, begann ich, komplett auf vegane Ernährung umzuschwenken und meldete mich wieder in einem Fitnessstudio an. Dort machte ich erst auch so ein Zirkeltraining – nichts für mich. Ich mag überhaupt nicht diese „man kann nichts falsch machen“ Geräte, an denen man isoliert einen einzelnen Muskel trainiert. Also fing ich nach einiger Zeit an, im Kraftraum mit den „Jungs“ zu pumpen, mein Training wurde auf Krafttraining für Läufer ausgelegt. Zusätzlich war mein Ziel, einmal die Woche zum Body Pump zu gehen – leider war das Studio so groß und die Kinderbetreuungszeiten so knapp um die in Frage kommenden Kurse gelegt, dass in meinem Lieblingskurs oftmals keine Hanteln (!) mehr frei waren. Spinning wäre auch noch etwas gewesen, was ich gern integriert hätte – dort waren die Kurse aber hoffnungslos überlaufen. Ansonsten lief das Training aber super und überhalb des Bauchnabels hatte ich auf einmal Anzeichen eines beginnenden Sixpacks – sah schon lustig aus als Kontrast zum hartnäckigen Rettungsring unterhalb des Bauchnabels, wie 2 zusammengesetzte Hälften 2 verschiedener zersägter Jungfrauen. Wobei ich einfach normal gegessen habe, mit optimierter Ernährung hätte ich hier vielleicht mehr reißen können…

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Mit Hauskauf schwand die Zeit, ins Studio zu gehen, da es nicht mehr auf dem Heimweg wie bisher lag – somit verließ ich das Studio. Mein Training setzte ich zu Hause mit Body Weight Übungen und dem gewohnten Laufen fort. Und dann kündigte sich das 2. Kind an – diese kleine Seele war leider nicht bestimmt, bei uns zu leben. Ich wurde unter Druck gesetzt, diese frühe Fehlgeburt mit einem Eingriff zu beeenden. Ich entschied mich dagegen, ließ der Natur ihren Lauf und nahm mein Lauftraining wieder auf. Ich meldete mich für meine ersten 10 km an. Da ich wieder unter Leute wollte und der Sport mir so viel gab in dieser Zeit, begann ich Fußball zu spielen – um 3 Monate nach der Fehlgeburt festzustellen, dass nun Kind 2.0 kommen sollte.

Nach Kind Nr. 2 – alles auf 0

Dieses Kind 2.0 ist nun etwas über ein Jahr. Die Schwangerschaft war ein emotionales Hoch und Tief zwischen weiter Sport machen, um den Alltag zu bewahren und die Angst auszuschalten und lieber ruhig angehen lassen, um nichts zu riskieren. Nach der Schwangerschaft machte ich einen ganz tollen Rückbildungskurs, nachdem meine Hebamme mich ausbremsen musste, weil ich sofort wieder los wollte. Der Kurs war daher so toll, weil er sehr gefühlsorientiert war – und ich auf einmal merkte, nur mein Kopf möchte los, mein Körper ist erschöpft nach dem, was war. Also machte ich den Folgekurs, der dann schon etwas knackiger war. Im Anschluss wollte ich gemächlich wieder los sporteln. Also probierte ich mal was Neues, einen Schnupperkurs Karate mit meinem Ältesten – der ist dabei geblieben, hat gerade seinen ersten Gurt geschafft 🙂

Für mich wieder das Problem – die Trainingszeiten und 2 Kinder. Daher überlege ich doch, wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Mein Körpergefühl sagt mir aber ganz klar, dass ich etwas machen muss. Mein Kopf sagt auch, dass ich noch was brauche außer Arbeit, Arbeit, Familie und bloggen. Das Schöne nach dem 2. Kind – 5 Kilo sind noch drauf, dadurch ist der Rettungsring aber keine leere Haut sondern ein wohlgeformtes Bäuchlein. Ich würde momentan bei 0 starten was das „Bodyforming“ angeht, mein Ziel wäre momentan nicht mal das Abnehmen, weil ich mich eigentlich richtig wohl fühle in meinem Körper. Ich habe keine Problemzonen, sondern nur Bereiche zum optimieren. Daher würde ich jedoch gern meine Ergebnisse tracken, meine Ernährung dokumentieren – allerdings habe ich ja meinen Rezeptblog abgestellt für den Moment. Sport, Fitness und Ernährung hätte keinerlei Vintage- Bezug und wäre hier wohl eher Off Topic. Daher die Frage an Euch, die Ihr tapfer bis hier gelesen habt – würde Euch mein Weg interessieren? Möchtet Ihr hier meine Lunchboxen (ok, die erinnern zumindest optisch an Militärgeschirr aus den 50ern) sehen? Vorher-/ Nachherbilder? Und vielleicht – und da wird es wieder ein wenig Vintage – Stylingtipps für’s Gym?

Schreibt mir gern Eure Meinung in die Kommentare, vielleicht auch Eure Erfahrungen mit Sport und Zeitmanagement, um diesen in Euer Leben zu integrieren.

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2 Kommentare zu „Der erste Schritt…

    1. Ich bin gerade auf der Suche nach einem geeigneten Studio – gestaltet sich etwas schwieriger, darüber habe ich in meinem aktuellen Beitrag etwas geschrieben. Am Freitag geht es für 4 Wochen zur Probe in ein Studio – ich werde berichten.

      Gefällt 1 Person

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