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Kurzes Update – aktuelle Lage in Sachen Fitness, Job und Blog

Ich tauche dann mal kurz auf, wie ein U-Boot, um Meldung zu machen, warum es hier gerade so still ist.

Wie ich ja geschrieben habe, wollte ich ja erst einmal 4 Wochen in ein größeres Fitness Studio hier in der Nähe zum schnuppern (nachdem dieses Studio den ersten Eindruck, der nicht der Beste war, revidieren wollte).

Tja, 2 Wochen sind um, die 3. zur Hälfte und ich muss sagen, ich war diese Woche noch nicht einmal wieder dort und habe morgen einen Termin in einem kleinen Studio in der nächst gelegenen Kleinstadt. Ich spiele also mit dem Gedanken, dort gar nicht mehr hinzugehen und die 2 Wochen verfallen zu lassen.

Ich kann mich ja auch irren, aber in den 3 Fitnessstudios, in denen ich bisher war und auch die anderen, die ich mir angesehen hatte, wurde erst einmal ein ausführliches Gespräch geführt – wer bist Du, was möchtest Du, hast Du Erfahrungen oder Einschränkungen. Nun, in diesem Studio fand dieses Gespräch auf dem Weg zum Crosstrainer statt, auf den ich 10 Minuten zum Aufwärmen gestellt wurde. Die Erklärung, wie man an diesem neumodernen Wunderwerk mit Bildschirm das Fernsehprogramm einstellt (Ladies und Gents, vergesst den Thermomix, die Cardiogeräte in dem Studio können alle mehr!) war ausführlicher als das Gespräch. Weiter sollte es mit dem Milonzirkel gehen (wer es nicht kennt, ein Kraftausdauertraining in einer vorgegebenen Zeit mittels Ampelsystem, die Geräte stellen sich automatisch mittels Chipkarte des Benutzers ein, also wieder so ein Technikwunder) – leider mag ich überhaupt kein Zirkeltraining an Geräten! Alles, was ich da bisher erlebt habe, sind eher Kraftausdauer Übungen und werden daher sehr gern Frauen empfohlen, damit sie nicht solche „Muskelpakete“ aufbauen (wer gern einmal die gängigen Fitnessmythen erklärt haben möchte, findet hier einen wunderbaren Artikel vom Fitnesscoach dazu). Oder aber, sie werden Patienten mit Problemen wie Bandscheibenvorfällen, nach Knie OPs oder ähnlichem „verordnet“.

Milon habe ich in meinem alten Studio genau 3 Wochen ausgehalten, danach war es mir nicht mehr fordernd genug (und außerdem saß ich im Wechsel je nach Tageszeit mit dem „Hausfrauenkränzchen“oder mit der „Rehasportgruppe Alte Herren“ in der Runde). Daher wurde ich nun im neuen Studio in den „Get Fit“ Zirkel gesteckt – ähnlich wie Milon, nur ohne Ampel und Chipkarte. Gewichte einstellen geht mittels solcher Stöpsel, 12 Stufen sind möglich, aber wieviel das denn ist, weiß man nicht. 2 Wochen habe ich nun also 4 mal die Woche trainiert – und bin schockiert, in der ganzen Zeit war nie ein Trainer auf der Fläche. An solchen Zirkelgeräten ist ja toll, dass man eigentlich nichts falsch machen kann – zumindest theoretisch, in der Praxis habe ich dort so viele Trainingsfehler wie noch nie gesehen. Im Übrigen auch hier alles ältere Kundschaft, die sicherlich absichtlich in ein Studio gehen, dass „medizinische“ Fitness anbietet (für mich ist es ja wegen der Kinderbetreuung so interessant).

Beim ersten Trainertermin wurde mir im Abschluss noch eine Massage auf so einem Wasserbett mittels Wasserdüse gegönnt – 13 Minuten auf so einem gurgelnden, warmen Ding Zeit verschwenden, genau das, was mich entspannt, wenn zu Hause ein gutes Buch und eine Tasse Tee auf mich wartet 😑 Beim 2. Termin wollte er mir Galileo Training zeigen – also, sowas wie Vibrafit. Bei den Worten „ist bei Frauen auch sehr beliebt“ hatte ich gedanklich schon etwas abgeschaltet, denn bei Frauen beliebt, heißt leider (meistens) nicht effizient. Wobei ich diesmal meine Meinung revidiere, denn ich kann mir durchaus vorstellen, das ein oder andere davon z.B. vor Läufen in mein Training einzubauen. Aber nur zusätzlich. Bei Massageliege und Galileo holte der Trainer eine Chipkarte vom Tresen – auf die Frage, wie das bei Mitgliedschaft denn läuft, wenn ich das machen möchte, bekam ich keine konkrete Aussage – da Galileo auch außerhalb einer Mitgliedschaft angeboten wird, vermute ich fast, es wäre in der Premium- Mitgliedschaft nichtmal drin.

Generell ist es so, wie es oft in großen Studios mit teuerer Ausstattung ist – man ist sehr technikverliebt und die Ausstattung wird das Interesse schon wecken! Ich fühle mich zum ersten Mal richtig unwohl in einem Studio – zumal ich wirklich dort nur den einen Trainer und einen Auszubildenden gesehen habe, in den bisherigen Studios konnte man auch mal den Trainer wechseln und kannte alle…

Neue Buchrezensionen

Darüber habe ich ganz vergessen, dass ich noch 3 Bücher hier habe zum rezensieren. Da ich noch diese Woche Urlaub habe, werde ich das die Tage in den Angriff nehmen. Letzte Woche habe ich sehr viel in meinem neuen Nebenjob bei me&i gearbeitet – was mir absolut Spaß macht, auch davon werde ich bei Zeiten hier nochmal schreiben 🙂 Und dann habe ich noch ein Video da, dass ich noch nicht geschnitten habe, mit einem Vergleich von veganen Concealern.

Also hört ihr hier demnächst wieder öfter von mir.

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4 Kommentare zu „Kurzes Update – aktuelle Lage in Sachen Fitness, Job und Blog

  1. Hallo,
    sehr schöner Artikel. Das Problem mit den Studios kenne ich. Ich verstehe auch nicht, warum in den Köpfen vieler Trainer noch dieses „Frauen können riesengroße Muskeln aufbauen“ verankert ist. Wie Du schon schreibst, sind auch viele Studios leider von ihrer neusten Technik überzeugt. Sie müssen die Anschaffung finanzieren und versuchen diese krampfhaft den Mitgliedern aufzuschwatzen.

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    1. Ja, mit dem Aufschwatzen sagst Du was – kenne ich noch aus meiner eigenen Marketingzeit in einer großen Fitnesskette, einige beraten sehr nach dem Motto, lass sie kommen, wenn sie die Mahagoni- Schränke und roten Plüschsofas in der Umkleide sehen, unterschreiben sie schon von ganz allein 😀

      Und wahrscheinlich ist bei den meisten Leuten, die sich für so eine 4 Wochen Gratisaktion anmelden, die Anforderung erst einmal, den Spaß am Sport zu wecken (mit einem Training, dass er an ein Entspannungsprogramm erinnert), weil sie sonst so einen schmerzhaften Muskelkater bekommen, dass sie nie wieder kommen und erst recht nicht unterschreiben 😉 Blöd ist, wenn dann so eine kommt, die eben einen Muskelkater haben möchte… Prinzipiell hatte ich eben nicht das Gefühl, dort irgendwie mein eigenes Ziel erreichen zu können, weil mir kein Trainer zuhört – und auch wenn ich Erfahrungen habe, ich stelle ungern einfach so an den Maschinen rum, die ich (in dem Studio) noch nicht kenne, sondern lasse lieber nochmal draufschauen – dafür zahle ich da ja dann auch immerhin einen Beitrag. Außerdem setzt jeder Trainer den Focus wieder etwas anders, so dass man eigentlich jedes Mal etwas für sich mitnehmen kann – und wenn es nur die Erkenntnis ist, dass ein Sportwissenschaftler eben eventuell auch nur ein Theoretiker ist, der sein Wissen nicht an den Mann/ die Frau gebracht bekommt, wie der Trainer dort.

      Wie ich unten gerade schrieb, ich bin jetzt in dem Fitnessstudio bei uns in der Kleinstadt. Auch dort war die erste Frage „Du möchtest bestimmt BBP machen, dass wollt Ihr Frauen ja meistens“ – auf die Antwort Krafttraining habe ich einen schönen Plan bekommen, der mich jetzt auch fordert. Ich glaube einfach, im Fitnessbereich muss das Genderthema noch etwas mehr aufgearbeitet werden – eine Freundin von mir möchte mit, aber „kein Krafttraining“, weil das nichts für sie sei. Irgendwie trauen sich Frauen da nicht so richtig ran.

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    1. Heimtraining hat bei mir mit einem Kind immer noch super funktioniert – hatte einen festgelegten Trainingsplan und habe mich wirklich strikt danach gehalten – jetzt mit 2 Kindern habe ich keine halbe Stunde für mich am Stück – und immer unterbrechen ist auch doof.

      Ich habe zu Hause immer Body Weight Übungen gemacht – diese fallen mir aber auch jetzt zum Einstieg wieder Recht schwer, weshalb ich in ein Studio wollte – und jetzt auch bin, das Kleinstadtstudio bei uns ist es geworden 🙂 Mein Schwager trainiert da seit einiger Zeit auch und ist sehr zufrieden. Nach meinem Bericht meinter er zwar, auch dort seien höchstens 2 Trainern auf der Fläche – aber die Male, die ich jetzt da war, hat jeder der anwesenden Trainer auch bei den anderen Trainierenden auf die Ausführung geachtet und ggf. korrigiert – das fehlte in dem „Premium“ Studio ja ganz! Und dann war die Preisstruktur ja völlig unübersichtlich.

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